Billiger Atomstrom ?
Aus KWK - Infozentrum
Kontra Atomstrom
Der tatsächliche Atomstrompreis ist konkurenzlos teuer, so auch frontal 21 in der Sendung vom 29.07.2008 Die Konzerne bezahlen die Entsorgungskosten nicht, sondern "kaufen" die Politiker, die im Gegenzug für einige Millionen Atommüll in einige Bergwerke kippen lassen und für viele Milliarden vom Steuerzahler wieder bergen lassen.
Kernenergie ist wie ein einfacher Kredit, aber keinesfalls Günstig. Denn wie das so bei Krediten ist, sie müssen zurückgezahlt werden und zwar mit Zinsen. Und bei Kernenergie sind es hohe Zinsen und eine extrem lange Kredit-Tilgungs-Zeit. Oder wie werden die Kosten der Endlagerung und kontinuierliche Umlagerung (keine menschliche Konstruktion hält ewig) pro Tonne hochradioaktiven Abfalls pro Jahr berechnet?
Und das mit mindestens 20.000 bis 50.000 Jahren multiplizieren, dieser Betrag durch die 10 -30 Jahre Laufzeit eines Atomkraftwerk geteilt, ist das immer noch günstig?
Und wo bleiben die Risikokosten für einen Unfall?
Immerhin ist das Risiko so groß und finanziell so mächtig, daß es kein Versicherer abdecken möchte.
Und wo bleiben die Kosten für Forschung, Gesundheitsschäden, Polizeischerung beim Transport etc.?
Sicherlich sind letztere im Vergleich zu den ersten beiden Kostenstellen nur peanuts, aber sind diese Kosten bei der Kalkulation des 'günstigen AKW-Stroms' mit berücksichtigt?
Diese ganzen Kosten werden der Allgemeinheit aufgebürdet und erscheinen nicht auf der Stromrechnung. Sie entstehen aber durch den Betrieb des AKW, also müssen sie bei der Kalkulation mit berücksichtigt werden!
Pro Atomstrom
Wie viel Geld ist uns das Vermeiden einer Tonne CO2 wert? 30 Euro? Das sei einfach mal als Betrag hingestellt. Ein Reaktor der 1400 MW Linie produziert etwa 11 Mrd. kWh Strom im Jahr und vermeidet 10 Mill. Tonnen CO2. Mal 30 Euro ergeben sich für 300 Mill. Euro vermiedene CO2 Kosten. Mal 15 Reaktoren (bezogen auf große) sind das pro Jahr 4,5 Mrd. Euro ersparte Kosten. Dafür kann man Gorleben fertig bauen. Bezahlen kann man das aus den zu verkaufenden CO2 Zertifikaten. Die Laufzeit unserer Kernkraftwerke wird etwa 60 Jahre betragen, und danach werde sicher noch einige neue gebaut werden. Man sieht also, dass die Kosten für den Bau vom Endlager Gorleben "Peanuts" sind.
Nach Ende des Einlagerungsbetriebes sind alle aufgefahrenen Strecken wieder verfüllt. Der Hauptschacht wird innerhalb des Salzstocks wieder mit Salz verfüllt und in der 400 m Erdschicht darüber wird dieser mit Gestein und Erde gefüllt. Die oberirdischen Gebäude werden abgebrochen und alles zu "grünen Wiese" zurück verwandelt. Dort kann man eine Wohnsiedlung errichten, Spielplätze, Schulen und anderes. Niemand wird es für nötig erachten dieses Lager zu bewachen. Der Müll liegt 900 bis 1000 m tiefer, sicher eingeschlossen im Salzstock. Und dort wird er auch bleiben und kann abklingen. In 10.000 Jahren wird er das Gefahrenpotential von Uranerz erreicht haben. Über solchem wohnen wir derzeit auch. Natürlich wird die übliche Umgebungsüberwachung auch das Gebiet des Salzstocks mit erfassen, aber es ist wirklich nicht zu erwarten, dass Radioaktivität nach oben gelangt. Dazu gibt es einen "historischen" Vergleich: Der natürliche Kernreaktor in Oklo, Gabun, Afrika. Hier fand vor etwa 2 Mrd. Jahren eine natürlich ausgelöste Kernspaltung über etwa 2 Mill. Jahre statt, in Zyklen zwar aber das ist heute lückenlos nachweisbar. Durch den Reaktor ist Grundwasser geflossen, sonst hätte der Reaktor nicht starten können. Die Spaltprodukte sind trotzdem nicht abtransportiert worden, die Folgeprodukte sind noch heute dort zu finden. Ein solches Ergebnis kann heute nicht mehr vorkommen, da der Anteil an spaltbarem Uran 235 geringer geworden ist, es zerfällt schneller als das Uran 238.
Ich finde es nicht gut wenn dauernd Ängste geschührt werden. Man muss sich mit den Fakten auseinandersetzen.
.....Ökostrom......Atomkraftwerk......GAU.....86.000 Krebstote durch Tschernobyl ......Öko Bilanz.....Energieautark.......Endlager
