Biogas
Aus KWK - Infozentrum
Das “Erdgasnetz” in Deutschland wird zunehmend zum Gasnetz, nachdem in den letzten Jahren, zunehmend Flüssiggase in das “Erdgasnetz” eingespeist wurde ist, kommt jetzt jedes Jahr mehr Bioerdgas in`s Netz.
Biogas besteht zu ca. 60 Prozent aus Methan und zu ca. 35 Prozent aus Kohlendioxid. Der Methananteil ist also niedriger als beim Erdgas. In der chemischen Zusammensetzung entspricht Biogas dem Faulgas.
Zur Biogasproduktion verwendet man biomassehaltige Rohstoffe z.B. Pflanzenteile, Gülle, Bioabfall, Speisereste und sogenannte Energiepflanzen. Anaerobe Bakterien bauen diese organischen Substanzen in biologischen Prozessen ab und es entsteht Biogas, das in Aufbereitungsanlagen behandelt und z.B. von Schwefelwasser und Ammoniak gesäubert.
Die Bauern haben erkannt, das man auch Energie “ernten” kann und dies noch zum Teil zusätzlich, aus Gülle, Festmist, Pflanzenabfällen, Biomüll etc.
Wie z.B. dem gemeinsamen Endbericht des BGW und DVGW zu entnehmen ist, wird bis 2030 mit ca. 10 % Biogasanteil im Erdgasnetz zu rechnen sein. Hier müssen allerdings auch auf 1,6 Mio ha Fläche sogenannte Energiepflanzen angebaut werden, die alleine ca. 26 Mrd kWh / Jahr Erdgasenergie in die Gasleitung bringen.
Energiepflanzen sollen auf den derzeitigen stillgelegten Flächen angebaut werden, derzeit sind 1,2 Mio ha als sogenannte Stilllegungsflächen ausgewiesen. Die landwirtschaftliche Ackerfläche von 12 Mio ha wird zur Nahrungsmittelproduktion benutzt, etwa 2 Mio ha zum Rapsanbau ( Pflanzenölherstellung ) bzw. sonstige Energiepflanzen. Von diesen knapp 1 Mio ha, werden derzeit 400.000 ha Stillegungsfläche genutzt, so das die Energiepflanzenanbaufläche in Kürze mit den Flächen zur Nahrungsmittelproduktion konkurrieren wird.
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Flächennutzung in der Zukunft:
Aufgrund der sinkenden Bevölkerung Deutschlands und zunehmenden Importen von Lebensmitteln, werden Flächen zur Energieproduktion verfügbar.
Bis 2030 werden ca. 10 % Biogasanteil im Erdgasnetz vorhanden sein, also etwa 100 Mrd kWh / Jahr Erdgasenergie in der Leitung werden regenarative Energie zum Verbraucher bringen.
Die Produktion einer kWh kostet derzeit ca. 6-8 ct, so das also die Kosten etwa dreimal so hoch wie beim Erdgas liegen. Die hohen Kosten entstehen durch den grossen technischen Aufwand der Biogasaufbearbeitung die wirtschaftlichen Nachteile.
Eine sinnvolle Nutzung ist also nur über das EEG möglich, das heißt das Gas KWK Anlagen ihre Stromvergütung nach dem EEG bekommen und es damit Sinn macht Biogas zu nutzen.
Das Biogas wird dabei irgendwo in das Erdgasnetz eingespeist, hier hat der Einspeiser die DVGW Arbeitsblätter G 262 zu beachten, der Betreiber entnimmt aus dem “Gasnetz” ganz normal Gas, das der Gesetzgeber rechtlich so stellt, als ob es sich körperlich um regeneratives Biogas handelt.
Es muss lediglich die gleiche oder größere Menge Biogas irgendwo in das “Gasnetz” eingespeist werden, wie der Betreiber entnimmt.
Vorteile der Flächennutzung für Energiepflanzen
Der Anbau von Energiepflanzen steigert die Kulturvielfalt, alte Kulturpflanzen werden wieder angebaut und bringen Ihre Vorteile in die Landschaft ein. Der Ölrettich wurde bereits von den Ägyptern zur Ölgewinnung, sowie in China und Japan angebaut.
Energieversorger steigen in das BIO Geschäft ein
Auffällig ist, das viel Biogas von Energieversorgern produziert wird. So erstellte der Bauherr HEAG ( Südhessische Energie AG ) auf dem Hof eines Landwirtes in Darmstadt - Wixhausen eine 3 Millionen teure Anlage, die jährlich 2,5 Millionen m³ Biogas erzeugen wird. Die HEAG plant weitere Anlagen und will in den nächsten drei Jahren 10 Millionen € investieren und 5 weitere Biogasanlagen bauen.
Biogasproduktion kostet auch Energie:
Auch die Herstellung von Biogas erfolgt nicht ohne Energieeinsatz. Es sind größere bauliche Veränderungen notwendig, für eine 200 kW Anlage müssen ca. 150 ha Felder bepflanzt, gepflegt und geerntet werden, zuzüglich An- und Abfahrt der Substrate usw. Ähnliches gilt auch für Gülleproduktion, eine der "Rohstoffe" der Biogasproduktion, z.B. Milch oder Fleisch erzeugen == Stallbau -- Futter ernten -- Gülle ausfahren -- Aufwand für melken -füttern & Tierpflege
Einspeisung in das Gasnetz
Um das Biogas in das Gasnetz einzuspeisen wird in der Regel entweder mit Flüssiggas der Brennwert verbressert ( bei Einspeisung in das H Gasnetz) oder in L Gasnetzen mit Druckluft Zumischung die Brennstoffqualität angepasst.
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