Zweiwegzähler
Aus KWK - Infozentrum
Zur Messung des elektrischen Verbrauches und der Einspeisemenge setzen die Versorgungsunternehmen sehr gern solche Zweirichtungszähler ein. ( Zweiwegzähler)(Diese sind nicht zu verwechseln mit den Doppeltarifzählern der z.B. in Nachtstromanlagen eingesetzt wird).
Der Zweirichtungszähler besitzt getrennte Zählwerke für
Bezug ( Kunde kauft den Strom aus dem Netz )
und
Lieferung (Einspeisung des Kunden ins das öffentliche Netz - gegen Einspeisevergütung). siehe: Einspeisezähler
Selbstverständlich werden die Strommengen nach unterschiedlichen Tarifen berechnet und nicht etwa erst saldiert und dann das Ergebnis mit dem Multiplikator verrechnet.
Die “Zählleuchtdiode” blinkt wenn Strom durch den Zähler fließt, also Strom entweder verbraucht oder eingespeist wird.
Ist sie "an" oder "aus", fliesst kein Strom !
Die Blinkgeschwindigkeit geht konform mit der Strommenge. Bei elektronischen Stromzählern wird in der Regel mittels Stromwandlern der Strom erfasst und elektronisch angezeigt.In Schweden z.B. sind über 90 % der Zähler elektronisch.
Die “elektronischen” Zähler sind 8 Jahre lang geeicht ( Hinweis Eichdauer), funktionieren lageunabhängig und sind “rüttelfest”. Eine LED gibt Impulse, d.h. blinkt leistungsabhängig. Auf dem Zähler steht, wie oft die LED pro KWh blinkt, so das eine einfache Fernabfrage und Aufzeichnung möglich ist. Ein SO-Ausgang ( Impulskontakt ) zur Fernabfrage ist oft vorhanden, elektronische Energiezähler gibt es auch “hochpräziser” Ausführung z.B. mit 0,2 % Messwertabweichung.
Werden zwei seperate Zähler eingesetzt, einer für Verbrauch und einer für die Einspeisung, müssen beide Zähler mit einer sogenannten Rücklaufsperre ausgerüstet sein.
[bearbeiten] Nachteile des Zweirichtungszählers
Wenn man den Stromanbieter öfter wechseln will, ist es auch deshalb besser, zwei Zähler zu haben, da man dann für den Verbrauchszähler eine extra Zählernummer hat. Ein Zweirichtungszähler hat nur eine Zählernummer, da gibt es gern mal Probleme.
Mein Tipp: Bei Zweirichtungszählern mit dem Messtellenbetreiber sprechen, das zwei Zählernummern vergeben werden.
Des weiteren kann der Netzbetreiber den Zweirichtungszähler "frei Programmieren", z.B. so, das der Zweirichtungszähler jeden Aussenleiter einzeln betrachtet.
Dies hat dann zusätzliche Vorteile für den Netzbetreiber ( Augenzwinker)
Beispiel: Die KWK Anlage erzeugt Drehstrom je Aussenleiter 8 A, Gesamtleistung z.B. 5,5 kW, die Betreiberanlage benötigt Wechselstrom die den Aussenleiter L1 mit 24 A belastet.
Hat man zwei einzelne Drehstromzähler oder einen entsprechend programmierten Zweirichtungszähler ( Summe) dann entspricht der Bezug der Einspeisung und der Zähler bleibt stehen. Es wird weder Einspeisung noch Verbrauch gezählt, da ja 5,5 kW Erzeugt werden, die auch verbraucht werden.
Hat man jedoch einen "schlau Programmierten" Zweirichtungszähler misst dieser anders: Betreiber speist tatsächlich über L2 und L3 je 8 A ein und beziehst über L1 16 A und so misst und zählt dieser Zähler auch. Dies ist ein grosser Nachteil für den Betreiber, da jetzt ca. 3,8 kW eingespeist werden und gleichzeitig 3,8 kW ( mit Stromsteuer, Mehrwertsteuer usw.) wieder gekauft werden.
Fast alle elektronischen Zweirichtungszähler haben eine "simulierte Laufscheibe" die in Form eines Pfeils der entweder von links nach rechts zeigt, wenn positive Energie gezählt wird ( Bezugsstrom - Betreiber bezieht Strom aus dem Netz) oder der Pfeil zeigt von rechts nach links wenn negative Energie gezählt wird ( Lieferung - d.h. Betreiber liefert an Netz)
Einige Zähler sind so programmiert, das eine elektronische Rücklaufsperre vorhanden ist, d.h. die Energierichtung ist absolut, einer von beiden Zählerwerken steht, auf dem anderen wird gezählt.
Bei anderen Zählern besagt der Pfeil lediglich das hauptsächlich in die angegebene Richtung gezählt wird aber beide Zählwerke zählen.
Wichtig: Einige Netzbetreiber verlangen beim Einbau einen Eichschein. Dieser ist im öffentlichen Verkehr nicht notwendig und ein Verlangen deshalb nicht zulässig. Der Hintergrund des Verlangen ist ausschließlich eine Art Mobbing vom Netzbetreiber an den Anlagenbetreiber, da hier sinnlos Kosten verursacht werden sollen.
.......Vierquadrantenzähler.....Saldierender Drehstromzähler.....Messwandler.....Fehlergrenzen

